Bei einer Betriebsversammlung in den Ford-Werken hat die IG Metall am Dienstagmorgen ihre Forderungen gestellt. Es sollen alle derzeit 11.500 Mitarbeiter abgesichert werden, mit hohen Abfindungen von mindestens 200.000 Euro.
Die IG Metall führt die Verhandlungen auf der Seite der Arbeitnehmer. Sie fordert, dass alle derzeit 11.500 Mitarbeiter bei Ford abgesichert werden. Auch für den Fall, dass der Kölner Standort wegen einer Insolvenz geschlossen wird. In den kommenden drei Wochen soll verhandelt werden. Ford will die Forderungen bislang nicht kommentieren.
US-Mutterkonzern kündigte Vertag mit Kölner Werk auf
Anlass für die Verhandlungen ist die Aufkündigung eines Vertrages durch den amerikanischen Mutterkonzern. Er war bisher verpflichtet, Schulden des Kölner Standortes zu begleichen. Die Mitarbeiter waren so vor einer Insolvenz geschützt, betriebsbedingte Kündigungen waren bis zum Jahr 2032 ausgeschlossen. Damit ist jetzt Schluss.
Parallele Verhandlungen zur Zukunft des Werkes
Die Verhandlungen unter Federführung der Gewerkschaft finden parallel zu Gesprächen des Betriebsrates mit dem Unternehmen zur Sicherung der Autoproduktion statt. Ford hatte angekündigt, 2900 Stellen abbauen zu wollen. Der Betriebsrat knüpft einen Sozialplan daran, dass ein Zukunftskonzept für die Kölner Produktion vorgelegt wird.
Seit der Umstellung auf die Elektromobilität kriselt der Autobauer. Die derzeitigen Modelle an teuren und großen E-Autos verkaufen sich schlecht und stehen zu hunderten auf Halde. Ford hatte daraufhin Kurzarbeit beantragt und die Tagesproduktion von 630 auf 480 Autos gesenkt.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- IG Metall
IG Metall fordert sechsstellige Abfindung für Ford-Mitarbeiter in Köln. 00:43 Min.. Verfügbar bis 26.03.2027.