Die Täter gehörten den berüchtigten Todesschwadronen an. Geplant wurde die Tat von Roberto D’Aubuisson Arrieta, ausgebildet an einer von den USA betriebenen Militärakademie.
Oscar Arnulfo Romero eckte an: Er setzte sich für soziale Gerechtigkeit und Reformen ein. Doch eine Militärdiktatur mag keine Reformen. Und die Theologie der Befreiung, deren wichtigster Vertreter Romero damals war, mochte die Diktatur nicht. Romero ließ sich nicht einschüchtern. Seine Worte erreichten die Unterdrückten auch jenseits des Landes. Er wurde zu einer wichtigen Stimme Lateinamerikas, er wurde gefährlich.
Seine Ermordung brachte nicht den erwünschten Erfolg, sondern führte zum Beginn eines Bürgerkrieges, der in zwölf Jahren 75 000 Menschenleben forderte.
Redaktion: Michael Rüger