Der FC Schalke 04 hat als Tabellen-13. nur zwei Plätze und vier Punkte Vorsprung auf die Münsteraner. Nach einer schwachen Vorstellung in Darmstadt steckt Schalke wieder tief im Abstiegskampf.
Nach der jüngsten Niederlage (0:2) sind die Gelsenkirchener in der Tabelle abgerutscht und haben die Chance verpasst, sich von den unteren Tabellenplätzen abzusetzen, der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 ist auf sechs Punkte geschrumpft.
Schalker Euphorie verpufft
Dabei hatte man in Gelsenkirchen Anfang des Jahres vorsichtig darauf gehofft, eine Aufholjagd in Richtung der oberen Tabellenhälfte zu starten. Schalke schien wieder in der Spur, nach einer positiven Serie vor der Winterpause. Nach dem Fehlstart ins neue Jahr ist diese Euphorie schon wieder verflogen.
Vor dem wichtigen Duell gegen Preußen Münster steht das Team von Kees van Wonderen unter Zugzwang. Zehn der bisherigen Saisonspiele haben die Schalker verloren, nur in einer Saison in der 2. Bundesliga kassierte man nach 23 Spieltagen mehr Gegentore als die 43 in dieser Saison.
Schalke's mit guter Bilanz gegen Aufsteiger
Zwei Siege hintereinander zuhause gelangen in dieser Spielzeit bisher noch nicht. Gegen Münster soll jetzt der zweite Heim-Dreier in Serie folgen. Immerhin: Schalke ist seit sieben Zweitliga-Spielen gegen Aufsteiger ungeschlagen, die drei Heimspiele in diesem Zeitraum gewann man sogar ohne Gegentor.
Verschnaufpause für Münster
Dagegen konnte man in Münster zuletzt etwas durchatmen. Nach drei Niederlagen in Folge gelang am vergangenen Wochenende ein 2:0-Sieg gegen Tabellenschlusslicht Jahn Regensburg. Durch den zweiten Sieg des Jahres steht die Mannschaft von Sascha Hildmann in der Tabelle aktuell wieder über dem Strich. Dort würde der Club, der seit Saisonbeginn zwischen den Abstiegsplätzen und dem rettenden Ufer pendelt, am liebsten bis zum Ende der Saison bleiben. Mit einem Auswärtssieg auf Schalke könnte der Aufsteiger bis auf einen Punkt an S04 heranrücken.
Schalker Torwartwechsel
Auf Schalke bahnt sich derweil der nächste Torwartwechsel an. Trainer Kees van Wonderen hat sich für die Partie gegen Münster für Loris Karius und gegen Justin Heekeren entschieden. Auf die Nachfrage, ob dies auf Druck der Fans und Vereinsverantwortlichen geschehen sei, erklärte der Trainer: "Ich nutze all meine Infos rundherum. Der Torwarttrainer und alle die jeden Tag beim Prozess dabei sind, sind wichtig. Aber am Ende bin ich verantwortlich und niemand hat mir gesagt, dass ich das machen soll." An Heekeren hatte er in den vergangenen Wochen immer wieder festgehalten, nach dem 0:2 in Darmstadt nun der Sinneswandel.
Comeback von Schiedsrichter Deniz Aytekin
Nicht nur für Karius wird das Flutlichtspiel eine Rückkehr auf die deutsche Fußballbühne. Nach neunmonatiger Pause wird Schiedsrichter Deniz Aytekin das Heimspiel der Schalker gegen Münster leiten. Für den 46-Jährigen ist es der erste Einsatz seit dem Rückspiel im vergangenen Mai in der Relegation, das der VfL Bochum mit 6:5 nach Elfmeterschießen bei Fortuna Düsseldorf gewann. Eine hartnäckige Achillessehnenreizung und Stoffwechselprobleme sorgten dafür, dass Aytekin in der laufenden Saison noch nicht auf dem Rasen stand.
Streiks im ÖPNV
Fans müssen sich auf Probleme bei der Anreise zum Stadion einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter der Bogestra und der Vestischen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, rund um das Spiel werden keine Busse und Straßenbahnen fahren. Auf der Pressekonferenz vor der Partie erklärte der Klub nochmal einige Hinweise. "Wir rufen alle dazu auf, möglichst früh anzureisen. Der Eingang Nord wird schon ab 3 Stunden vor der Partie geöffnet sein. Nutzen sie alle Fahrgemeinschaften!".
Es werde auch einen digitalen Service über freie Parkplätze unter veltins-arena-com geben, der alle fünf Minuten aktualisiert wird. Außerdem stellt Schalke 1000 Fahrradplätze mehr als üblich zur Verfügung. Inwieweit eine frühzeitige Anreise von Zuschauern an einem normalen Arbeitsfreitag möglich sein dürfte, ist jedoch fraglich.