Wuppertal: Aus alter Siedlung wird moderner Wohnpark

Lokalzeit Bergisches Land 31.10.2024 02:42 Min. Verfügbar bis 31.10.2026 WDR Von René Rabenschlag

Wuppertal: Sanierung von mehr als 300 Wohnungen kann starten

Stand: 31.10.2024, 19:08 Uhr

In Wuppertal kann jetzt der Riesenumbau in einer Hochaussiedlung beginnen. Schon in den nächsten Tagen sollen dort Bagger und Kräne anrücken.

In Wuppertal-Oberbarmen kann die Sanierung einer großen Wohnanlage an der Agnes-Miegel Straße beginnen. Das Land hat Donnerstag einen Förderbescheid von 13,2 Millionen Euro an die der Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft GWG erteilt. Im ersten Schritt wird ein Hochhaus mit acht Etagen und knapp 60 Wohnungen modernisiert.

Zwei Frauen stehen in Winterklamotten in einer leeren Wohnung

Mieterinnen: Renate Schütrumpf und Brigitte Miethling

Die Mieterinnen, wie die Schwestern Renate Schütrumpf und Brigitte Miethling mussten dafür umziehen. Sie wohnten 15 bzw. 5 Jahre dort. Dann kam plötzlich die Nachricht, dass alles saniert wird und sie ausziehen müssen. "Das war ein Schock", erzählt Renate Schütrumpf, "da sind wir dann erst mal losgefahren, raus in Grüne. Das mussten wir erst mal runterschlucken." Doch schon kurz danach kam die Erkenntnis, dass sie sich mit dem Gedanken durchaus anfreunden können.

Mieterversprechen für alle Bewohner

Denn die GWG hat ihnen ein Versprechen gegeben: In gut einem Jahr sollen sie hier schon wieder einziehen können; in eben dann völlig modernisierte Wohnungen. Die alten Balkone werden abgesägt, größere Plattformen mit Glaselementen neu angebaut. Dazu kommen eine moderne Dämmung und eine Erdwärmepumpenheizung.

Die GWG setzt darauf, möglichst viel von der alten Bausubstanz zu erhalten. Gleichzeitig habe man den Mietern viele Hilfen und Wohnungen in der Umgebungen angeboten. Das soziale Gefüge der Siedlung soll möglichst erhalten bleiben.

Sozialer Wohnungsbau dank Förderung

Beim Besuch heute betonte Landesbauministerin Ina Scharrenbach, dass solche Sanierungen viel Geld kosten und das Land die Eigentümer dabei unterstütze. Gleichzeitig sei mit der Förderung auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum verbunden. 60 Prozent der Wohnungen sind danach Sozialwohnungen.

Der Umbau der Siedlung mit insgesamt 320 Wohneinheiten wird mehrere Jahre dauern. Die Gebäude werden Stück für Stück saniert. Zunächst sind es die vier Hochhäuser. Wenn die beiden Schwestern demnächst in ihr altes, dann aber eben modernisiertes Wohnhaus zurück ziehen, müssen sie nur wenig mehr Miete zahlen, als bisher.

Quellen:

  • Reporter vor Ort
  • GWG

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