Betroffen sind am Donnerstag unter anderem die Krankenhäuser in Essen, darunter das Alfred-Krupp-Krankenhaus, die LVR-Klinik und die Ruhrlandklinik. Notdienste sollen zwar aufrechterhalten werden, dennoch warnt Verdi vor Einschränkungen in der Patientenversorgung.
Verzögerungen bei Müllabfuhr und Recyclinghöfen in Essen
In Essen werden zudem die Entsorgungsbetriebe bestreikt. Die Müllabfuhr fällt heute und morgen aus, sodass es zu deutlichen Verzögerungen bei der Abfallentsorgung kommen kann. Auch die Straßenreinigung wird nicht stattfinden. Zusätzlich bleiben die Recyclinghöfe voraussichtlich an beiden Tagen geschlossen.
Warnstreiks auch in Gütersloh und im mittleren Ruhrgebiet
In Gütersloh ruft Verdi ebenfalls Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zum Warnstreik auf. Betroffen sind dort vor allem die städtischen Kitas, in denen Erzieherinnen und Erzieher ganztägig ihre Arbeit niederlegen sollen. Eltern müssen sich darauf einstellen, dass viele Einrichtungen geschlossen bleiben oder nur einen stark eingeschränkten Betrieb anbieten. In Minden streiken Kreisverwaltung und Jobcenter.
Auch das mittlere Ruhrgebiet ist von den heutigen Warnstreiks betroffen. In Bochum und Herne werden Schwimmbäder bestreikt, ebenso wie die Energie- und Wasserversorgung in Bochum, Herne und Witten.
Bundesweite Warnstreiks bei der Post
Zudem dauern die bundesweiten Warnstreiks bei der Deutschen Post weiter an, was weiterhin zu verspäteten Zustellungen führen dürfte.
Tarifkonflikt bleibt festgefahren
Die Gewerkschaft Verdi fordert in den laufenden Tarifverhandlungen acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro zusätzlich pro Monat. Die Arbeitgeber lehnen das als zu teuer ab und verweisen auf die angespannte Haushaltslage vieler Kommunen. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde im März will Verdi mit weiteren Streiks den Druck erhöhen.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung Verdi
- Nachrichtenagentur Reuters
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