Der Börsenverein des deutschen Buchhandels stellte schon 2023 fest, dass die Ausgaben von 16 bis 29-jährigen Käuferinnen und Käufern für Bücher deutlich gestiegen sind. Bei ihnen spielt Social Media als Inspirationsquelle für Lesestoff mit die größte Rolle. Hier finden sie zueinander, tauschen sich über ihre Themen aus und formulieren, was sie für Bücher lesen wollen.
Einige Buchverlage verfolgen daher mittlerweile ein Community-getriebenes Geschäftsmodell. Sie stehen auf Social-Media-Kanälen in engem Austausch mit ihren Followern und nutzen diese Informationen, um ihre Zielgruppe passgenau anzusprechen. Mit dieser Strategie steuern sie auf Wachstumskurs und tragen zu zuletzt wieder besseren Absatz-Ergebnissen der Branche bei.
Doch diese Entwicklung hat auch seine Schattenseiten: Je stärker sich die sozialen Kanäle in professionelle Medien- und Unterhaltungsplattformen verwandeln, umso mehr werden die Amateur-Rezensionen der Buchliebhaber zu einem Geschäftsmodell, in dem es letztlich um Verkaufszahlen und Geld geht, Erfolgsdruck für Autorinnen und Verlage inklusive.
Autor: Clemens Hoffmann, SWR
Redaktion: Anja Brockert und Lukas Meyer-Brandenburg, SWR