Kölner Haie erleben Bruchlandung in Ingolstadt

Stand: 02.04.2025, 21:42 Uhr

Die Euphorie war groß bei den Kölner Haie nach dem Einzug ins Halbfinale der DEL-Playoffs. Am Mittwoch kassierte der KEC beim ERC Ingolstadt einen heftigen Dämpfer und verlor Spiel eins mit 0:7 (0:4, 0:1, 0:2).

Von Lukas Thiele

Schon nach dem ersten Drittel stand es 4:0 für den Hauptrundensieger, der damit in der Best-of-Seven-Serie mit 1:0 in Führung geht. Wayne Simpson (4.), Daniel Schmölz (5.), Daniel Pietta (15.), Wojciech Stachowiak (19.), Alex Breton (22.), Austen Keating (45.) und Riley Sheen (59.) trafen für Ingolstadt.

Kalte Dusche nach vier Minuten

Schon nach vier Minuten wurden die Haie kalt erwischt, halfen beim Treffer von Simpson aber auch fleißig mit. Moritz Müller spielte einen Fehlpass im eigenen Drittel, Simpson war durch und traf frei vor Julius Hudacek zum 1:0 (4.).

Und keine Minute später stand es schon 2:0: Stachowiak spielte einen scharfen Querpass vor das Haie-Tor, Schmölz traf aus kurzer Distanz (5.).

Haie von Ingolstädter Forechecking überfordert

Die Haie kamen danach ein wenig besser ins Spiel, konnten aus der zeitweisen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Stattdessen hatten die Kölner große Probleme gegen das starke Forechecking des ERC. Abbott Girduckis erzwang im Kölner Drittel den Scheibenverlust. Pietta traf zum 3:0 (15.).

Und damit war es auch noch nicht geschafft im ersten Drittel. Ingolstadt gewann kurz vor der Sirene einen Bully im Kölner Drittel, Stachowiak zog aus dem Zentrum ab und traf zum 4:0 (19.).

Jalonen nimmt Hudacek vom Eis

KEC-Trainer Kari Jalonen reagierte und tauschte zum zweiten Drittel den Goalie. Tobias Ancicka ersetzte Hudacek. Gebracht hat es wenig, denn nach nur anderthalb Minuten im zweiten Drittel rutschte Ancicka ein Schuss von Breton durch - 0:5 (22.).

Danach waren die Kölner endlich im Spiel angekommen und verlagerten das Spiel mehr und mehr ins Ingolstädter Drittel. Doch auch eine zwischenzeitliche Überzahl ließ der KEC ungenutzt, sodass es mit einem Fünf-Tore-Rückstand ins letzte Drittel ging.

Keating trifft in Überzahl

Den letzten Spielabschnitt begannen die Kölner in Unterzahl, hielten sich aber schadlos. Dann musste aber Maxi Kammerer auf die Strafbank - und diesmal nutzten die Panther die Überzahl aus. Keating traf zum 0:6 aus Kölner Sicht.

Ancicka im Haie-Tor verhinderte im Anschluss gleich mehrmals einen höheren Rückstand. Gegen Ende des Spiels rafften sich die Haie noch einmal auf, blieben offensiv aber ohne Durchschlagskraft. Kurz vor Schluss wurde es dann noch einmal hitzig: Nach einer Auseinandersetzung zwischen Kölns Müller und Ingolstadts Sam Ruopp kassierten beide Spieler eine Zehn-Minuten-Strafe. Weil dann auch noch Elias Lindner und wenig später Juhani Tyrväinen auf die Strafbank mussten, spielten die Haie zwischenzweitlich im Drei-gegen-Fünf.

Das 0:7 fiel dann aber im Vier-gegen-Fünf: Sheen traf per Schlagschuss ins lange Eck (59.) und setzte damit den Schlusspunkt. Spiel zwei findet am Freitag (04.04.2025, 19.30 Uhr) in Köln statt.