DEL-Play-Offs: Historische Klatsche für Kölner Haie

Stand: 03.04.2025, 13:14 Uhr

Die Kölner Haie haben beim ERC Ingolstadt die höchste Niederlage jemals in einem Play-off-Halbfinale kassiert. Einen Mini-Hoffnungsschimmer gibt es allerdings vor Spiel zwei am Freitag.

Maximilian Kammerer bemühte sich, nach der historischen Niederlage das "Schöne an den Play-offs" hervorzuheben. Dabei hatte der Stürmer mit den Kölner Haien beim ERC Ingolstadt im Auftaktduell der Halbfinalserie gerade ein Debakel erlebt.

Und doch: Das "Schöne" sei ja, "dass so ein Sieg auch nur 1:0 zählt", sagte Kammerer nach dem 0:7 in Ingolstadt bei MagentaSport: "Jetzt haben wir in zwei Tagen die Chance, die Serie auszugleichen." 

Auf dem Boden der Tatsachen angekommen

Der Auftakt aber ist mächtig misslungen: Noch nie in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hatte ein Verein im Halbfinale so hoch verloren. Im Viertelfinale gegen Vizemeister Bremerhaven begeisterten die Haie noch ihre Fans, nach dem Weiterkommen träumte man beim achtmaligen Meister bereits vom ersten Titel seit 2002. 

Vor dem zweiten Duell der Best-of-seven-Serie am Freitag (19.30 Uhr) in Köln sind die Haie nun aber auf dem Boden der Tatsachen angekommen. "Man muss anerkennen, dass Ingolstadt in allen Belangen besser war. Von der ersten bis zur letzten Minute waren wir unterlegen", haderte Kammerer.  Allen voran im ersten Drittel, an dessen Ende es bereits 4:0 stand, hatte der Hauptrundenmeister die Kölner förmlich überrollt. Daran schuld waren aber auch eigene Fehler der Haie: Zum 0:1 führte etwa ein Fehlpass von Kapitän Moritz Müller, der nach einem Frustfoul kurz vor Schluss das Eis vorzeitig verlassen musste.

Ingolstadt mit breiter Brust

Die Ingolstädter strotzten, wohl auch angetrieben vom deutlichen 6:0 in der letzten Viertelfinal-Begegnung mit den Nürnberg Ice Tigers (Serie 4:2), vor Selbstvertrauen. "Es ist unsere Identität, dass wir gut aus der Kabine kommen und versuchen, schnell unseren Stiefel durchzudrücken", sagte Daniel Pietta, Torschütze zum 3:0. Nach dem Hauptrundensieg und dem Statement-Erfolg gegen Köln zum Serienstart gehören die Panther endgültig zu den Titelkandidaten, zu früh freuen wollte sich beim ERC aber niemand. "Natürlich gibt uns das Selbstvertrauen, es ist aber nur ein Sieg und noch eine lange Serie", betonte Torschütze Daniel Schmölz.

Die Haie sind nun aber gefordert, vor 18.000 Zuschauern in der Lanxess-Arena eine Reaktion zu zeigen. Eine weitere Blamage sollten sie sich nicht erlauben. Zumindest Kammerer übte sich schon einmal in Zuversicht. "Wir freuen uns auf Freitag in einer ausverkauften Halle", sagte er: "Dann werden wir zurückschlagen."

Unsere Quellen:

  • Sport-Informations-Dienst