73 Kilometer lang ist das Teilstück, das Amprion nun im westlichen Münsterland umsetzen darf. Der Konzern will hier Erdkabel verlegen. Dadurch soll künftig Windstrom aus Norddeutschland an den Niederrhein fließen. Es ist eines von aktuell mehreren großen Stromleitungsprojekten im Münsterland.
Anwohner hat Amprion bereits informiert, dass sie bald mit Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten rechnen müssen. Denn das Projekt soll in "offener Bauweise" umgesetzt werden. Das bedeutet, dass die Schächte für die Erdkabel komplett freigebaggert werden – mit weiterem Platz drumherum.
Verhandlungen über Entschädigungen
Mit den meisten Grundstückseigentümern hat sich Amprion bereits auf Entschädigungen geeinigt. Mit einigen steht das aber noch aus. Es sind überwiegend Landwirte, deren Flächen nun zunächst zerschnitten werden, um sie später wieder zu verfüllen. Die Kabel liegen dann mehrere Meter tief.
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Im westlichen Münsterland werden die Erdkabel verlegt.
Die Erdkabel-Trasse startet im Münsterland nördlich von Gronau und endet westlich von Bocholt. Sie führt unter anderem vorbei an Ahaus, Stadtlohn und Borken, jeweils westlich der Autobahn 31. Aus Bürocontainer-Dörfern in Ahaus und Rhede will Amprion die Arbeiten koordinieren.
Strom für Millionen Menschen
Läuft alles planmäßig, kann der Konzern die neue Windstrom-Route bereits in 2027 in Betrieb nehmen. Dann soll hier Strom für rund 2 Millionen Menschen fließen. Nördlich und südlich des Münsterlandes laufen die Arbeiten bereits.
Unsere Quellen:
- Amprion
- Bundesnetzagentur