Falsche Polizisten betrügen per Telefon einen Senioren
Lokalzeit aus Duisburg. 04.04.2025. 02:37 Min.. Verfügbar bis 04.04.2027. WDR. Von Vanessa Wiebe.
Kleve: Falscher Polizist lässt Opfer bei der 110 anrufen
Stand: 04.04.2025, 06:49 Uhr
Falsche Polizisten, die 110 und Gold spielen eine Rolle bei einem besonders perfiden Trickbetrug. Opfer ist ein Rentner aus dem Kreis Kleve.
Ein falscher Polizist meldete sich per Telefon bei einem 82-jährigen Rentner aus Kranenburg im Kreis Kleve und erzählte ihm, dass eine Tätergruppe hinter seinem Geld her wäre. Um den Verdacht eines Betrugs direkt auszuräumen, bat der so genannte "Beamte Hoffmann" den Rentner die 110 zu wählen, um sich von der Leitstelle seine Identität bestätigen zu lassen.
Wohl durch einen technischen Kniff waren aber nicht die Kollegen der Leitstelle, sondern wieder die Betrüger in der Leitung. Eine andere Stimme versicherte dem Kranenburger, der Beamte Hoffmann sei echt.
Betrüger forderten Opfer zu Geldanlage in Gold auf
Im Gesprächsverlauf meldete sich dann "Hauptkommissar Hauke". Er forderte den 82-Jährigen auf, eine größere Summe Bargeld bei seiner Bank in Gold anzulegen und das dann selbst bei der Bank abzuholen. Die Polizei werde das Gold dann präparieren und so verfolgen, woher es kommt und wohin es geht.
Der angebliche Hauptkommissar Hauke informierte den Rentner anschließend darüber, dass das Gold nicht echt sei. Das Geld dafür würde er aber über die "Staatskasse" zurückbekommen. Im Vertrauen, es mit der richtigen Polizei zu tun zu haben, hatte der Mann weiter seine Vermögensverhältnisse offenbart.
Schaden im sechstelligen Bereich
Die falschen Polizisten haben dann noch zweimal Geldsummen verlangt, die sie für Ermittlungen angeblich präparieren müssten. Insgesamt beläuft sich der Schaden jetzt auf einen niedrigen sechsstelligen Bereich.
Polizei warnt vor Geldgeschäften mit Polizisten
Die echte Polizei betont ausdrücklich, dass sie niemals am Telefon oder an der Haustür Geld, Wertsachen oder ähnliches verlangen würde. Auch über Vermögensverhältnisse würde sie niemals Auskunft wollen.
Unsere Quellen:
- Polizei Kleve