Im Prozess um die Misshandlung und sexuelle Erniedrigung eines Iraners in Iserlohn hat das Hagener Landgericht vier Männer verurteilt. Die iranischen Staatsangehörigen, die zuletzt in Dänemark und den Niederlanden wohnten, bekamen Haftstrafen von bis zu sieben Jahren und elf Monaten.
Die Angeklagten hatten im Prozess gestanden, ihren Landsmann im September 2024 auf einem stillgelegten Brauereigelände in Iserlohn überwältigt und anschließend unter anderem mit einem Hockeyschläger misshandelt zu haben. Die Übergriffe - auch sexuelle - filmten sie mit ihren Smartphones.
Motiv: Streiterein zwischen den Familien
Hintergrund der Tat waren laut Urteil Streitigkeiten zwischen der Familie des Opfers und der Familie der Angeklagten. Das spätere Opfer soll die andere Familie im Internet massiv beleidigt und bloßgestellt haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Haftstrafen nach Misshandlung in Iserlohn. WDR Studios NRW. 27.03.2025. 00:25 Min.. Verfügbar bis 27.03.2027. WDR Online.
Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa