Kein Tatverdächtiger, keine entscheidenden Hinweise von Zeugen, kein definitives Motiv. Hat der Täter von Kaarst bisher einfach Glück gehabt oder ist er so professionell vorgegangen? Diese Fragen stellen sich nach der Säureattacke von Kaarst im Dezember wohl gerade auch Polizei und Staatsanwaltschaft.
Hat die Tat mit dem Autohandel des Opfers zu tun?
Offizielle neue Details von den Behörden gibt es zu dem Fall nicht. Nach WDR-Informationen schließen die Ermittler aber nicht aus, dass die Tat etwas mit dem erweiterten beruflichen Umfeld des Opfers zu tun haben könnte. Der zum Zeitpunkt des Angriffs 42 Jahre alte Mann ist Autohändler.
Mehrere Säureattacken in NRW
Nach bisherigem Stand hatte am späten Abend des 11. Dezember eine vermummte Person sein Opfer an einer Autowaschanlage in Kaarst angegriffen. Laut Zeugen soll die Person dem Mann die Flüssigkeit ins Gesicht geschüttet haben. Der Täter konnte unerkannt fliehen.
Das Opfer sei schreiend zusammengebrochen und erlitt schwere Verletzungen. Mittlerweile soll es dem Mann wieder einigermaßen gut gehen, ob er bleibende Schäden hat, ist nicht bekannt. Die Ermittlungen zur Tat laufen weiter.
In den vergangenen Jahren hatten in NRW auch andere Säureattacken Schlagzeilen ausgelöst. So wurde im Jahr 2018 ein Energie-Manager in Haan durch eine Attacke schwer verletzt. Mittlerweile wurden zwei Täter zu langen Haftstrafen verurteilt.
Auch in einem Bochumer Café gab es vergangenen Sommer einen Angriff mit Säure. Dazu läuft gerade ein Prozess vor dem Landgericht.
Unsere Quellen:
- WDR-Informationen
- Frühere Pressemitteilung der Polizei Neuss
Vermutung der Ermittler nach dem Säureangriff von Kaarst. WDR Studios NRW. 28.02.2025. 00:23 Min.. Verfügbar bis 28.02.2027. WDR Online.