Kleine Schritte bis zum großen Knall: Teilsprengung in Ibbenbüren erfolgreich

26.03.2025 00:41 Min. Verfügbar bis 26.03.2027

Kleine Schritte bis zum großen Knall: Teilsprengung in Ibbenbüren erfolgreich

Stand: 26.03.2025, 17:20 Uhr

Aufatmen beim Abbruch des ehemaligen Kohlekraftwerks in Ibbenbüren: Die Teilsprengung des Kesselhauses am nachmittag verlief „planmäßig“. Damit ist der Weg für die Großsprengung im April frei.

Von Christian Schweitzer

Die Teilsprengung erfolgte im Inneren des Kesselhauses. Der Sprengmeister Andrè Schewcow kann aufatmen. Der 120 Meter hohe Industriekoloss steht danach jetzt auf so geschwächten Füßen, dass die Großsprengung am Sonntag, dem 6. April, vor Publikum mit laufenden Fernseh- und Onlinekameras ebenfalls nach Plan verlaufen dürfte. Bliebe der Koloss trotz Einsatz von 500 KG Sprengstoff einfach stehen, wäre das ein Albtraum. Den die Abbruchprofis unbedingt vermeiden wollten.

Teilsprengung reichte nicht aus

Eine erste Teilsprengung war bereits Anfang März erfolgt. Offenbar reichte die aber nicht aus. Die Auswertungen hätten ergeben, dass "eine weitere Vorschwächung des Kessels erforderlich ist", so das Abbruchunternehmen Hagedorn. Das 120 Meter hohe Kesselhaus war der Kern des riesigen Kohlekraftwerks Ibbenbüren. Darin wurde die Kohle verbrannt, aus der eine Dampfturbine Strom erzeugt hat. Der benachbarte Kühlturm ist mit 125 Meter Höhe eine weitere Landmarke. Auch er soll Anfang April zu Boden gehen.

Abbruch schwierig

Die Mitarbeitenden des Sprengteams stehen vor den BürgerInnen

Die Mitarbeitenden des Sprengteams stehen vor den BürgerInnen

Für die Abbruchprofis birgt der Abriss des Kraftwerks immer neue Herausforderungen. Ein erster Termin Anfang März für die Großsprengung war komplett abgesagt worden.

Seit August 2023 kämpfen sie mit großen Mengen Asbest und anderen Giftstoffen in dem alten Kohlemeiler. 2026 soll alles verschwunden sein, damit auf dem Gelände ein Konverter für die Umwandlung von Windstrom aus der Nordsee gebaut werden kann.

Große Sprengung mit TV-Übertragung

Wer den großen Knall sicher verfolgen möchte, kann das im Fernsehen machen: Der WDR berichtet am 6. April live von der Großsprengung.

Kleine Schritte bis zum großen Knall: Teilsprengung in Ibbenbüren

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Unsere Quellen:

  • Reporter vor Ort
  • Abbruchunternehmen Hagedorn