Waldbrandgefahr steigt

Lokalzeit OWL 27.03.2025 02:36 Min. Verfügbar bis 27.03.2027 WDR Von Thomas Wöstmann

Waldbrandgefahr in Ostwestfalen-Lippe

Stand: 27.03.2025, 16:30 Uhr

Im Frühjahr ist die Waldbrandgefahr besonders hoch - es liegen noch viele getrocknete Sträucher und Laub aus dem Herbst herum.

Von Jana Haver

Noch sind die meisten Bäume kahl, es gibt kaum grüne Pflanzen und es ist trocken in den Wäldern. Der Wind und die Sonne der letzten Wochen haben außerdem dafür gesorgt, dass der obere Boden ausgetrocknet ist. Vor allem bei den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen um die 20 Grad besteht Brandgefahr im Teutoburger Wald, und nicht nur hier.

Man hört schon beim Knacken des Laubs unter den Füßen, dass es trocken ist. Ranger Aaron Gellern

Aktuell liegt die Waldbrandgefahr laut Regionalforstamt OWL bei Stufe zwei von fünf - damit ist die Gefahr eher moderat. Aber das kann sich auch schnell wieder ändern. In den vergangenen Wochen hat es schon mehrere größere Brände in NRW gegeben, wie vor einer Woche im Kreis Minden-Lübbecke.

Was tun, wenn es im Wald brennt?

Förster mit Waldkarte

Dieter Wortmeier von Regionalforstamt OWL zeigt Rettungspunkte.

Wer ein Feuer im Wald bemerkt, sollte das direkt der Feuerwehr melden. Damit die Feuerwehrleute wissen, wo genau sie dann im Wald hin müssen, gibt es an vielen Wanderwegen sogenannte Rettungspunkte. In Bielefeld sind die kleinen Tafeln gelb mit roter Umrandung. Sie haben verschiedenen Nummern - an denen die Feuerwehr erkennt, wo sie hin muss. Alternativ kann in der App "Hilfe im Wald" geschaut werden.

Feuerwehrmann mit Rucksack

Michael Nottebrock von der Feuerwehr Bielefeld zeigt einen Löschrucksack.

Um möglichst nah an das Feuer heran zu kommen, hat die Feuerwehr Bielefeld ein geländetaugliches Löschfahrzeug angeschafft. Wenn sie damit nicht durchkommen, gibt es spezielle Rucksäcke, die mit Wasser gefüllt werden können. Denn es sollte schnell gehen: Brände müssen schnell erstickt werden, damit sie sich nicht ausbreiten.

Es gibt Spielregeln im Wald

"Über 99 Prozent aller Waldbrände werden durch den Menschen ausgelöst", so Ranger Aaron Gellern. "Feuer hat im Wald einfach nichts zu suchen." Deswegen appelieren er und die Feuerwehr daran, bestimmte Regeln beim Waldspaziergang zu berücksichtigen.

Es herrscht ein striktes Rauchverbot im Wald - von Anfang März bis Ende Oktober. Wer erwischt wird, kann mit einem Bußgeld von bis zu 150 Euro rechnen. Egal ob Grillen oder Lagerfeuer - Feuer jeder Art ist im Wald und in einem Abstand von 100 Metern verboten.

Förster im Wald

Aaron Gellern ist Ranger in den Wäldern Ostwestfalens.

Wer im Wald spazieren gehen will, kann auf entsprechenden Waldparkplätzen parken. Waldzufahrten und Waldwege sollten unbedingt freigelassen werden. "Man sollte keine Fahrzeuge auf Grasland abstellen", so Aaron Gellern. "Durch die heißen Teile können Brände ausgelöst werden."

Schon seit einigen Jahren arbeiten das Regionalforstamt und die Feuerwehr eng zusammen. Sie fahren Waldwege ab und schauen, wo Gefahren sind - um im Ernstfall vorbereitet zu sein.

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporterin vor Ort
  • Regionalforstamt OWL
  • Feuerwehr Bielefeld

Waldbrandgefahr in Ostwestfalen

00:44 Min. Verfügbar bis 27.03.2026