In sozialen Netzwerken diagnostizieren sich viele junge Menschen selbst als psychisch krank. Eine stärkere Sensibilisierung für psychische Belange ist in vielerlei Hinsicht förderlich. Aber die selbstverständliche Nutzung eines Krankheitsvokabulars von Laien und Betroffenen ist kritisch zu sehen. Denn ihnen fehlt die Expertise und zugleich steckt hinter diesem Trend ein großes Geschäftsmodell. Die Soziologin Laura Wiesböck beleuchtet den Trend zur digitalen Diagnose und die tieferliegenden gesellschaftlichen Ursachen dieses Hypes um "Mental Health".
Autorin: Barbara Geschwinde
Redaktion: Gundi Große
Buchtipp
Laura Wiesböck (2025): Digitale Diagnosen. Psychische Gesundheit als Social-Media-Trend. Wien: Zsolnay Verlag. 178 Seiten. 22 Euro. ISBN 978-3552075429.