Dem 41-jährigen Syrer Shadi A. wird vorgeworfen am letzten Wochenende des September 2024 in Essen eine Spur des Schreckens hinterlassen zu haben. Laut Anklage soll er erst gezielt Feuer in zwei Mehrfamilienhäusern gelegt haben. 35 Personen wurden damals verletzt. 17 von ihnen schwer, zwei Kinder sogar lebensgefährlich.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, anschließend seinen Lieferwagen in das Schaufenster eines Supermarktes gelenkt zu haben. Danach soll er zu einem anderen Geschäft gefahren und dort mit einer Machete bewaffnet ausgestiegen zu sein. Tatzeugen hielten ihn dort im Hinterhof fest, bis die Polizei kam.
Vorwurf unter anderem: vierfacher versuchter Mord
Die Essener Staatsanwaltschaft wirft wirft dem 41-Jährigen versuchten Mord in vier Fällen vor.
Dazu kommt noch schwere Körperverletzung in fünf Fällen und schwere Brandstiftung in drei Fällen. Wann der Prozess losgeht, steht noch nicht fest, aber die Staatsanwaltschaft hat bereits Sicherungsverwahrung beantragt.
Staatsanwaltschaft beantragt Sicherungsverwahrung
Die Hintergründe der Taten sind immer noch nicht eindeutig geklärt. Die Polizei vermutete zunächst, dass es sich um Rache nach einer zerbrochenen Beziehung handelt. Der Angeklagte hatte sich bei Vernehmungen auf Erinnerungslücken berufen.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Essen
- vorherige Berichterstattung des WDR